Der Kühlschrank ist das einzige Möbelstück im Haushalt, in dem Lebensmittel tagelang offen neben Verpackungen, Resten und rohen Zutaten liegen. Trotzdem wird er meist erst geputzt, wenn beim Öffnen ein Geruch entgegenkommt, unter dem Gemüsefach eine Pfütze steht oder das Gefrierfach so vereist ist, dass die Pizza nicht mehr hineinpasst. Kälte verlangsamt das Wachstum vieler Keime, sie stoppt es aber nicht, und manche Schimmelpilze und Bakterien kommen mit niedrigen Temperaturen erstaunlich gut zurecht.
Dieser Beitrag ist eine Hygieneanleitung für den Kühlbereich. Sie erfahren, wie Sie einen Kühlschrank ohne Schäden abtauen, warum das kleine Ablaufloch an der Rückwand die häufigste Keimquelle ist, welche Mittel dort hineindürfen und welche nicht, wie Sie Dichtungen und Gemüsefach richtig reinigen und wie die Temperaturzonen im Gerät verteilt sind. Zum Schluss steht ein Turnusplan, mit dem der Kühlschrank sauber bleibt, ohne dass Sie jeden Monat einen Samstag dafür opfern.
- Stecker ziehen, Lebensmittel in die Kühltasche, Eis von selbst schmelzen lassen, nie mit Messer oder Föhn nachhelfen
- Das Ablaufloch an der Rückwand freilegen, ein verstopfter Ablauf ist die häufigste Ursache für Wasser und Geruch
- Nur warmes Wasser mit mildem Spülmittel, Essig oder Natron, keine Duftreiniger und keine Scheuermittel
- Dichtungen in den Falten reinigen und mit dem Papiertest auf Dichtheit prüfen
- Lebensmittel nach Temperaturzonen einräumen, Rohes unten, Gemüse ins Gemüsefach
Kühlschrank abtauen ohne Schäden
Ein Kühlschrank wird abgetaut, indem man ihn ausschaltet, die Tür offen lässt und dem Eis Zeit gibt. Alles, was schneller gehen soll, birgt ein Risiko für das Gerät. Viele Verbraucherberatungen raten zum Abtauen, sobald die Eisschicht im Gefrierfach mehr als wenige Millimeter dick ist, weil Eis isoliert und das Gerät dann mehr Energie braucht, um dieselbe Temperatur zu halten. Geräte mit No Frost Technik tauen automatisch ab und müssen nicht manuell enteist werden, auch sie brauchen aber eine regelmäßige Reinigung.
Vorbereitung ist die halbe Arbeit. Der beste Zeitpunkt ist kurz vor dem Einkauf, wenn wenig im Gerät liegt. Lebensmittel kommen in eine Kühltasche oder Kühlbox mit Kühlakkus, Gefrorenes eng zusammen, damit es sich gegenseitig kalt hält. Im Winter bietet sich ein kühler Balkon an, solange die Sonne nicht darauf scheint. Vor das Gerät kommen alte Handtücher oder ein flaches Blech, das Tauwasser aufnimmt.
Stecker ziehen, Lebensmittel in die Kühltasche, Fächer, Glasböden und Türeinsätze herausnehmen und zur Seite legen.
Tür offen lassen, eine Schüssel mit heißem Wasser ins Gefrierfach stellen und das Wasser bei Bedarf erneuern. Lose Eisplatten vorsichtig von Hand abnehmen.
Handtücher regelmäßig auswringen, Wasser im Innenraum mit einem Schwamm aufsaugen, damit nichts in Dämmung oder Elektrik läuft.
Innenraum komplett trocken wischen, Gerät einschalten und erst einräumen, wenn es nach Herstellerangabe die Betriebstemperatur erreicht hat.
Eis mit Messer, Schraubenzieher oder Metallschaber abschlagen, obwohl in den Wänden des Gefrierfachs Leitungen mit Kältemittel verlaufen können. Mit Föhn, Heißluftpistole oder Heizlüfter nachhelfen, was Kunststoffteile verformen kann und Wasser in die Nähe von Strom bringt. Und das Gerät feucht wieder einschalten, sodass sich sofort neues Eis bildet.
Kühlschrank reinigen Schritt für Schritt
Gereinigt wird von oben nach unten und von hinten nach vorne, damit Schmutzwasser nicht auf bereits saubere Flächen tropft. Den Anfang machen die ausgebauten Teile: Glasböden, Gemüseschubladen, Eierhalter und Türfächer. Sie werden in der Spüle mit warmem Wasser und wenig mildem Spülmittel gewaschen. Ob sie in den Geschirrspüler dürfen, steht in der Bedienungsanleitung, viele Kunststoffeinsätze vertragen die Hitze nicht und verziehen sich. Glasböden bekommen vorher etwas Zeit, um Raumtemperatur zu erreichen, denn heißes Wasser auf eiskaltem Glas kann Spannungsrisse verursachen.
Im Innenraum wird mit einem weichen Tuch gewischt, das in warmem Spülwasser ausgewrungen ist. Angetrocknete Flecken von Marmelade, Soße oder Milch weichen unter einem feuchten, warmen Tuch einige Minuten ein, bevor sie abgewischt werden. Führungsschienen, die Ecken hinter den Türfächern und die Unterseite des obersten Fachs werden gerne übersehen. Zum Schluss wird mit klarem Wasser nachgewischt, damit keine Reinigerreste zurückbleiben, und alles gründlich trocken gerieben.

Die Außenseite gehört dazu, besonders der Griff, der täglich von vielen Händen angefasst wird, und die Oberseite, auf der sich in vielen Küchen Staub und Fettdunst zu einer klebrigen Schicht verbinden. Edelstahlfronten werden in Schliffrichtung mit einem weichen Tuch gereinigt, mehr dazu steht im Beitrag Edelstahl reinigen: Küchengeräte streifenfrei. Bei älteren, frei stehenden Geräten mit sichtbarem Gitter an der Rückseite lohnt es sich, mit dem Staubsauger vorsichtig den Staub vom Wärmetauscher zu entfernen, weil ein verstaubtes Gitter die Wärmeabgabe behindert. Vorher auch hier den Stecker ziehen.
Ablaufloch: die unterschätzte Keimquelle
Das kleine Ablaufloch an der Rückwand über dem Gemüsefach ist in vielen Kühlschränken die schmutzigste Stelle, obwohl es kaum jemand kennt. An der kalten Rückwand kondensiert Feuchtigkeit aus der Luft und den Lebensmitteln, läuft als Tauwasser in eine Rinne und durch dieses Loch nach hinten in eine Verdunstungsschale, meist über dem Kompressor, wo es verdunstet. Mit dem Wasser wandern Krümel, Reste von Salat und Gemüse und alles, was ausgelaufen ist.
Setzt sich die Öffnung zu, bleibt das Wasser im Gerät. Typische Anzeichen sind eine Pfütze unter dem Gemüsefach, Wasser in der Gemüseschublade, ein säuerlicher oder muffiger Geruch, der auch nach dem Auswischen zurückkommt, und bei manchen Geräten eine Eisschicht an der Rückwand. In der feuchten Rinne bildet sich schnell ein schleimiger Belag, der von Keimen besiedelt wird. Die Reinigung des Innenraums allein beseitigt das Problem nicht, solange der Ablauf verstopft ist.
Viele Hersteller legen dem Gerät einen kleinen Reinigungsstab bei, der genau in das Loch passt. Fehlt er, hilft ein Wattestäbchen oder ein dünner, weicher Pfeifenreiniger. Die Rinne wird zuerst mit einem Tuch ausgewischt, dann wird der Stab vorsichtig einige Male in die Öffnung geschoben und wieder herausgezogen. Mit einer Spritze oder einer kleinen Pipette lässt sich anschließend etwas warmes Wasser nachgeben, um zu prüfen, ob es frei abläuft. Spitze oder harte Gegenstände sind tabu, weil der Ablaufschlauch dahinter beschädigt werden kann. Läuft das Wasser trotz freiem Loch nicht ab, gehört das Gerät zum Kundendienst.
Welche Mittel im Kühlschrank erlaubt sind
Im Kühlschrank sind milde, geruchsneutrale Mittel die richtige Wahl, weil Kunststoffoberflächen und offene Lebensmittel Gerüche annehmen können. Ein Reiniger, der auf der Arbeitsplatte frisch nach Zitrone duftet, kann im geschlossenen, kalten Innenraum dafür sorgen, dass Butter, Käse oder aufgeschnittenes Obst danach schmecken. Die folgende Übersicht zeigt, was sich bewährt und was draußen bleibt.
| Mittel | Geeignet? | Hinweis |
|---|---|---|
| Warmes Wasser mit mildem Spülmittel | ja, Standard für alle Flächen | sparsam dosieren, mit klarem Wasser nachwischen |
| Wasser mit etwas Essig | ja, gelegentlich | verdünnt verwenden, nicht dauerhaft auf Gummidichtungen |
| Natron in Wasser gelöst | ja, bei Geruch | wirkt mild, gut für Gemüsefach und Ablaufrinne |
| Parfümierte Allzweckreiniger und Duftsprays | nein | Duftstoffe können auf Kunststoff und Lebensmittel übergehen |
| Scheuermilch, kratzende Schwämme | nein | rauen Kunststoff auf, in Kratzern setzt sich Schmutz fest |
| Chlorreiniger und starke Lösemittel | nein | Geruch, Materialschäden, im Lebensmittelbereich unnötig |
Desinfektionsmittel sind im privaten Kühlschrank in aller Regel nicht nötig. Gründliches Reinigen mit warmem Wasser, das Entfernen verdorbener Lebensmittel und anschließendes Trocknen beseitigen die Grundlage, von der Keime leben. Anders sieht es aus, wenn Fleischsaft ausgelaufen ist oder Schimmel entdeckt wurde: Dann wird die betroffene Fläche besonders gründlich gereinigt, angrenzende Lebensmittel werden kritisch geprüft, und das Tuch kommt anschließend in die Kochwäsche. In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung gelten eigene Vorgaben aus dem Hygienekonzept des Betriebs.
Bleibt nach der Reinigung ein Geruch, ist die Ursache meist noch im Gerät: im Ablaufloch, in den Falten der Dichtung oder in einem vergessenen Behälter ganz hinten. Eine offene Schale mit Natron kann restliche Gerüche aufnehmen, ersetzt aber nicht die Suche nach der Quelle. Wenn sich Gerüche in der ganzen Küche festgesetzt haben, finden Sie weitere Ansätze im Beitrag Geruch neutralisieren in der Wohnung.
Temperaturzonen und Gemüsefach nutzen
Ein Kühlschrank ist nicht überall gleich kalt, und wer das beim Einräumen nutzt, hält Lebensmittel länger frisch und den Innenraum sauberer. In klassischen Geräten ohne Umluft sinkt kalte Luft nach unten. Die kälteste Zone liegt deshalb meist auf der untersten Glasplatte direkt über dem Gemüsefach, die wärmeren Bereiche befinden sich oben und in der Tür. In Geräten mit Umluft ist die Temperatur gleichmäßiger verteilt. Wie warm es tatsächlich ist, zeigt ein einfaches Kühlschrankthermometer, das für einige Stunden in das mittlere Fach gelegt wird.
| Zone | Passt für | Hygienehinweis |
|---|---|---|
| Türfächer | Getränke, Butter, Senf, Soßen | Flaschenränder abwischen, klebrige Ringe entstehen hier zuerst |
| Oberes Fach | Käse, Reste, Zubereitetes | Reste abgedeckt und gut sichtbar lagern |
| Mittleres Fach | Milchprodukte, Joghurt, Quark | angebrochene Becher verschließen |
| Unterste Glasplatte | rohes Fleisch, Fisch, Wurst | in geschlossenen Behältern, damit kein Saft auf andere Lebensmittel tropft |
| Gemüsefach | Gemüse, Salat, viele Obstsorten | wöchentlich auf matschige Reste prüfen, Schublade regelmäßig auswaschen |
Das Gemüsefach verdient besondere Aufmerksamkeit. Hier ist es feuchter als im übrigen Gerät, was Salat und Gemüse frisch hält, aber auch dafür sorgt, dass eine vergessene Gurke oder ein angedrückter Apfel schnell schimmelt. Viele Schubladen haben einen Schieber für die Luftfeuchtigkeit und eine Einlage mit Rillen am Boden, unter der sich Wasser sammelt. Einlage herausnehmen, beides auswaschen und trocknen lassen, bevor das Gemüse zurückkommt. Empfindliche Sorten wie Tomaten, Gurken oder Bananen lagern viele Haushalte ohnehin besser außerhalb des Kühlschranks.
Dichtungen prüfen und Turnus planen
Die Türdichtung entscheidet darüber, ob die Kälte im Gerät bleibt. In ihren Falten sammeln sich Krümel und Feuchtigkeit, und nicht selten zeigen sich dort schwarze Pünktchen von Schimmel. Gereinigt wird die Dichtung mit warmem Wasser, wenig Spülmittel und einem weichen Tuch oder einer weichen Zahnbürste, dabei werden die Falten vorsichtig aufgebogen. Danach wird sie trocken gewischt. Aggressive Mittel und regelmäßig unverdünnter Essig können das Material spröde machen.
Ob die Dichtung noch dicht ist, zeigt der Papiertest: Ein Blatt Papier wird in die Tür geklemmt und langsam herausgezogen. Spüren Sie deutlichen Widerstand, schließt die Dichtung an dieser Stelle. Rutscht das Blatt ohne Widerstand heraus, ist sie undicht, und das Gerät zieht warme, feuchte Luft nach. Die Folge sind schnelle Vereisung, Kondenswasser im Innenraum und ein höherer Stromverbrauch. Wiederholen Sie den Test an mehreren Stellen rund um die Tür. Eine verhärtete oder gerissene Dichtung lässt sich bei vielen Modellen über den Hersteller ersetzen.
| Aufgabe | Wann | Wie |
|---|---|---|
| Verschüttetes wegwischen | sofort | feuchtes Tuch, nachtrocknen, ausgelaufene Packungen entsorgen |
| Reste und Gemüsefach prüfen | einmal pro Woche, vor dem Einkauf | Abgelaufenes aussortieren, Fächer kurz auswischen |
| Ablaufloch und Rinne | monatlich oder bei Wasser im Gerät | Rinne auswischen, Reinigungsstab einführen, mit warmem Wasser prüfen |
| Gründliche Reinigung | alle paar Monate | ausräumen, Einsätze waschen, Innenraum und Dichtung reinigen |
| Abtauen | sobald die Eisschicht mehr als wenige Millimeter misst | Stecker ziehen, schmelzen lassen, trocknen, erst dann einschalten |
| Dichtung testen | bei jeder gründlichen Reinigung | Papiertest an mehreren Stellen rund um die Tür |
Häufige Fragen zum Kühlschrank
Wie oft sollte man den Kühlschrank reinigen?+
Wie taut man einen Kühlschrank richtig ab?+
Warum steht Wasser unten im Kühlschrank?+
Womit darf man den Kühlschrank reinigen?+
Was kostet es, den Kühlschrank reinigen zu lassen?+
Kühlschrankreinigung durch Glanz & Glimmer
Glanz & Glimmer ist seit der Gründung 2023 in Iggensbach im Landkreis Deggendorf zu Hause. Im Rahmen unserer Haushaltsreinigung reinigen wir Kühlschränke innen und außen, auf Wunsch zusammen mit Geschirrspüler, Backofen und der ganzen Küche. Besonders gefragt ist die gründliche Gerätereinigung bei der Wohnungsübergabe, nach längerer Abwesenheit oder wenn ein Kühlschrank nach einem Stromausfall mit verdorbenen Lebensmitteln gereinigt werden muss.
Wir reinigen nicht nur die sichtbaren Flächen, sondern legen Ablaufloch und Tauwasserrinne frei, dort, wo Geruch und Pfützen tatsächlich entstehen.
Im Lebensmittelbereich arbeiten wir mit milden Reinigern ohne Duftstoffe und wischen mit klarem Wasser nach, damit nichts auf Lebensmittel übergeht.
Glasböden, Gemüseschubladen und Türfächer werden ausgebaut, materialgerecht gewaschen, getrocknet und wieder eingesetzt.
Wir reinigen die Falten der Türdichtung und sagen Ihnen, wenn sie beim Papiertest nicht mehr schließt oder rissig ist.
Betriebshaftpflicht inklusive, angemeldete Kräfte und ein sorgfältiger Umgang mit Einbaugeräten, Fronten und Böden.
Aus Iggensbach im gesamten Landkreis Deggendorf schnell vor Ort, mit über 29 Google Bewertungen und 5,0 Sternen.
Ein stinkender Kühlschrank wird selten durch ein stärkeres Mittel sauber, sondern durch ein freies Ablaufloch, eine gereinigte Dichtung und den Blick ins Gemüsefach. Wenn das Gerät oder die ganze Küche eine gründliche Reinigung braucht, schauen wir sie uns kurz an und nennen Ihnen danach einen Festpreis.
Wenn Ihr Kühlschrank riecht, Wasser im Gemüsefach steht oder die Küche vor einer Übergabe gründlich sauber werden soll, melden Sie sich bei uns. Wir antworten in der Regel innerhalb von 30 Minuten und kommen in Deggendorf, Plattling, Osterhofen und der Umgebung zur kurzen Besichtigung vorbei.
Ein Kühlschrank, der wieder frisch riecht
Glanz & Glimmer reinigt Kühlschränke und ganze Küchen: abtauen, Ablaufloch freilegen, Einsätze waschen, Dichtungen pflegen, mit geruchsneutralen Mitteln. Festpreis nach kurzer Besichtigung. In Deggendorf, Plattling, Osterhofen und ganz Niederbayern.
