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Büroreinigung

Lüftungsanlage im Büro reinigen: VDI 6022, Filter und Turnus

24. November 2026
13 min Lesezeit
Verfasst von Georgios Tsachidis
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Metallene Lüftungskanäle verlaufen sichtbar unter einer Bürodecke

Die Lüftungsanlage ist das einzige Gewerk im Büro, das jeden Beschäftigten den ganzen Tag betrifft und das trotzdem niemand ansieht. Sie läuft, sie ist leise, und solange sie leise läuft, denkt niemand an sie. Auffällig wird sie erst über Umwege: über den muffigen Geruch am Montagmorgen, über die dunklen Fahnen an der Decke rund um die Auslässe, über die Bemerkung, dass es nachmittags im Besprechungsraum nicht auszuhalten sei.

Für den Betreiber ist sie dagegen ein Thema mit klarem Regelwerk. Die VDI 6022 beschreibt, was an Hygiene in einer Raumlufttechnischen Anlage geschuldet ist, in welchen Abständen geprüft wird und wer dafür qualifiziert sein muss. Dieser Ratgeber ordnet ein, was davon Aufgabe eines Fachbetriebs ist, was die Unterhaltsreinigung übernimmt und woran Sie im Alltag erkennen, dass die Anlage Aufmerksamkeit braucht.

VDI 6022Richtlinie für Hygiene in Lüftungsanlagen
12 MonateSpätester Wechsel der ersten Filterstufe
30 MinAntwort auf Ihre Anfrage
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Die VDI 6022 verlangt eine Hygieneinspektion alle zwei Jahre mit Befeuchtung, alle drei Jahre ohne
  • Die erste Filterstufe wird spätestens nach zwölf Monaten gewechselt, eine zweite spätestens nach 24
  • Nicht der Kalender entscheidet, sondern die Beladung: steigender Differenzdruck schlägt jedes Intervall
  • Auslässe und Gitter im Raum macht die Unterhaltsreinigung, alles hinter dem Gitter der Fachbetrieb
  • Das Umweltbundesamt bewertet unter 1000 ppm CO2 als hygienisch unbedenklich

Was VDI 6022 von Betreibern verlangt

Die VDI 6022 macht aus der Lüftungsanlage ein Hygienethema, nicht bloß ein technisches. Der Gedanke dahinter ist einfach: Eine Anlage, die Luft in Räume fördert, in denen sich Menschen aufhalten, darf diese Luft nicht schlechter machen. Alles, was die Richtlinie verlangt, folgt aus diesem Satz.

Der praktisch wichtigste Punkt ist die Hygieneinspektion in festen Abständen: bei Anlagen mit Luftbefeuchtung alle zwei Jahre, bei Anlagen ohne Befeuchtung alle drei Jahre. Dabei wird die Anlage geöffnet und in ihren Bauteilen beurteilt, nicht nur von außen betrachtet. Dazwischen liegen die regelmäßigen Hygienekontrollen, die deutlich kürzer ausfallen und dem laufenden Betrieb folgen.

Dazu kommen zwei Anforderungen, die in der Praxis gern übersehen werden. Erstens die Zugänglichkeit: Bauteile müssen für Wartung und Reinigung erreichbar sein. Eine Filterkammer hinter einer zugestellten Abstellfläche ist bereits ein Mangel. Zweitens die Qualifikation der Personen, die an der Anlage arbeiten. Die Richtlinie unterscheidet Schulungskategorien, und wer Filterwechsel oder Inspektionen übernimmt, braucht die passende.

Glanz & Glimmer Klartext

Wir sind kein Fachbetrieb für Raumlufttechnik und geben das offen an. Was wir übernehmen, sind die sichtbaren Auslässe, Gitter und ihre Umgebung im Raum. Wer Ihnen als Reinigungsfirma die komplette Kanalreinigung mit anbietet, sollte die Qualifikation dafür auf Nachfrage belegen können.

Filterwechsel und typische Intervalle

Die Obergrenzen sind klar: Die erste Filterstufe in der Außenluft wird spätestens nach zwölf Monaten gewechselt, eine zweite Filterstufe spätestens nach 24 Monaten. Das sind Maximalwerte, keine Zielwerte. In vielen Anlagen ist deutlich früher richtig, weil nicht die Zeit über den Zustand entscheidet, sondern die Beladung.

Was die Beladung treibt, ist der Standort. Ein Bürogebäude an einer stark befahrenen Straße belädt seine Filter schneller als eines im Gewerbegebiet am Ortsrand. Eine Baustelle in der Nachbarschaft kann das Intervall für eine Saison halbieren. Und eine starke Pollensaison hinterlässt Spuren, die im Kalender nicht vorgesehen waren. Das verlässlichere Signal ist deshalb der Differenzdruck über dem Filter: Steigt er, ist der Filter voll, unabhängig vom Datum.

Ein voller Filter kostet doppelt. Er drosselt die Luftmenge, sodass weniger Frischluft in die Räume kommt, und er zwingt den Ventilator zu mehr Leistung für dasselbe Ergebnis. Beides merkt man erst spät: einmal an stickigen Nachmittagen, einmal an der Stromrechnung.

Techniker arbeitet in einer Werkstatt an einem Klimagerät
Alles hinter dem Gitter, von der Filterkammer bis zum Ventilator, gehört in die Hand eines Fachbetriebs mit der Qualifikation nach VDI 6022.
BauteilTypischer TurnusZuständig
Außenluftfilter, erste Stufespätestens nach zwölf MonatenFachbetrieb oder geschultes Haustechnikpersonal
Zweite Filterstufespätestens nach 24 MonatenFachbetrieb oder geschultes Haustechnikpersonal
Hygieneinspektion mit Befeuchtungalle zwei JahreFachbetrieb nach VDI 6022
Hygieneinspektion ohne Befeuchtungalle drei JahreFachbetrieb nach VDI 6022
Zuluft und Abluftgitter im Raummit der periodischen Reinigung, meist jährlichUnterhaltsreinigung
Deckenbereich um die Auslässenach Bedarf, sobald Staubfahnen sichtbar werdenUnterhaltsreinigung

Auslässe und Gitter im Raum

Der sichtbare Teil der Anlage ist der, den die Unterhaltsreinigung übernimmt. Das sind die Zuluft und Abluftgitter, die Lamellen der Auslässe, die Deckenfläche rundherum und, wo vorhanden, die Überströmöffnungen in Türen und Wänden. Alles davon lässt sich erreichen, ohne in die Anlage einzugreifen, und alles davon setzt sich im Lauf eines Jahres sichtbar zu.

Die dunklen Fahnen an der Decke rund um einen Auslass sind dabei kein Zeichen für schmutzige Kanäle, auch wenn sie so gelesen werden. Sie entstehen, weil an der Austrittskante Luft mit hoher Geschwindigkeit an der Deckenfläche entlangstreicht und feine Partikel dort absetzt. Sie sind trotzdem ein Signal, weil sie zeigen, wo dauerhaft Luft strömt und wie viel Feinstaub mitläuft.

Bei der Reinigung entscheidet die Methode. Trockenes Abstauben wirbelt den Belag in den Raum zurück, statt ihn aufzunehmen. Sinnvoll ist das Abnehmen der Lamellen, wo sie abnehmbar sind, die feuchte Reinigung mit einem Tuch, das den Staub bindet, und die anschließende Behandlung der Deckenfläche. Wichtig ist, dass dabei nichts in den Kanal geschoben wird, weder Werkzeug noch Feuchtigkeit.

Zuluftgitter

Bläst in den Raum. Hier setzt sich außen an, was durch den Filter kam. Ein Belag auf der Zuluftseite ist ein Hinweis auf die Filterlage.

Abluftgitter

Zieht Raumluft ab und setzt sich deshalb schneller zu. In Teeküchen und Sanitärbereichen ist der Belag fettig statt staubig.

Deckenfläche rundherum

Die Staubfahnen entstehen durch die Strömung an der Austrittskante. Sie gehören zur periodischen Reinigung, nicht zum Wochenturnus.

Überströmöffnungen

In Türen und Wandanschlüssen. Werden fast immer vergessen und sind dann der staubigste Punkt im ganzen Luftweg.

In Objekten mit wechselnder Belegung lohnt ein kürzerer Blick auf diese Punkte, weil dort mehr Partikel in Bewegung sind. Wie sich das in der Praxis auf Reinigungspläne auswirkt, zeigt der Beitrag zur Reinigung von Coworking Spaces.

Hygieneinspektion statt Sichtprüfung

Eine Hygieneinspektion ist etwas anderes als ein Blick auf die Anlage. Sie wird mit geöffneten Bauteilen durchgeführt und beurteilt Zustände, die von außen nicht sichtbar sind: den Zustand von Filtern und Filterrahmen, Ablagerungen in Kammern und Kanalabschnitten, die Sauberkeit von Wärmetauschern und Ventilatoren, die Kondensatwanne und ihren Ablauf sowie den Zustand der Dämmung.

Der kritischste Punkt ist fast immer da, wo Wasser im Spiel ist. Eine Kondensatwanne, die nicht vollständig abläuft, und eine Befeuchtereinheit sind die Stellen, an denen aus einer staubigen Anlage eine hygienisch auffällige wird. Genau deshalb unterscheidet die Richtlinie beim Inspektionsintervall auch danach, ob eine Befeuchtung vorhanden ist.

Das Ergebnis gehört in ein Protokoll mit Befund und Fristen, nicht in eine mündliche Rückmeldung. Betreiberpflichten belegt man mit Unterlagen, und ein durchgehend geführtes Anlagenbuch ist im Zweifel das, was zählt. Dasselbe Prinzip gilt für die laufende Reinigung, wie der Beitrag zur Qualitätskontrolle bei der Reinigungsfirma beschreibt.

Trockene Luft und Krankenstand

Der Zusammenhang läuft über zwei messbare Größen: Kohlendioxid und Luftfeuchte. Das Umweltbundesamt bewertet Kohlendioxidkonzentrationen unter 1000 ppm als hygienisch unbedenklich, den Bereich zwischen 1000 und 2000 ppm als hygienisch auffällig und Werte darüber als hygienisch inakzeptabel. Eine Anlage, die wegen zugesetzter Filter oder verstellter Auslässe die vorgesehene Frischluftmenge nicht mehr schafft, verschiebt den Raum über den Tag in den auffälligen Bereich.

Die zweite Größe wird in der Heizperiode relevant. Kalte Außenluft enthält wenig Wasser, und beim Aufheizen sinkt die relative Feuchte im Raum weiter ab. Trockene Schleimhäute sind für Infekte anfälliger, und genau in diese Zeit fällt die Erkältungswelle. Eine gewartete Anlage löst das nicht allein, nimmt aber zwei vermeidbare Faktoren aus der Rechnung. Was daneben im Büro selbst hilft, steht im Ratgeber zur Bürohygiene in der Erkältungssaison.

Drei Beschwerden hört man in Büros immer wieder, und alle drei haben einen technischen Kern, der sich prüfen lässt, statt ihn als Empfindlichkeit abzutun.

Stickig am Nachmittag

Deutet auf zu wenig Frischluft bei voller Belegung. Ein CO2 Messgerät im Raum zeigt binnen eines Tages, ob der Eindruck stimmt.

Trockene Augen im Winter

Typisch in der Heizperiode. Prüfen lässt sich das mit einem einfachen Hygrometer, bevor über Befeuchter diskutiert wird.

Muffiger Geruch am Morgen

Der ernsteste der drei Hinweise, weil er auf Feuchtigkeit in der Anlage deuten kann. Gehört zeitnah geprüft, nicht vertagt.

Zugluft an einem Platz

Oft kein Anlagenfehler, sondern eine falsch eingestellte Lamelle am Auslass. Die günstigste Beschwerde auf dieser Liste.

Fachfirma oder Unterhaltsreinigung

Die Trennlinie verläuft am Gitter. Was im Raum sichtbar und ohne Eingriff in die Anlage erreichbar ist, gehört in den Reinigungsvertrag: Gitter, Lamellen, Deckenbereich, Überströmöffnungen. Was dahinter beginnt, gehört zum Fachbetrieb: Kanäle, Filterkammern, Wärmetauscher, Ventilatoren, Kondensatwannen, Befeuchtung.

Diese Linie gehört ausdrücklich ins Leistungsverzeichnis, sonst entsteht die typische Lücke. Die Reinigungsfirma fasst die Anlage nicht an, weil sie sich nicht zuständig fühlt, der Fachbetrieb kommt nur zum Inspektionstermin, und dazwischen macht niemand die Gitter. Das Ergebnis ist eine Anlage, die formal gewartet ist und im Raum trotzdem staubig wirkt. Wie so ein Verzeichnis aufgebaut wird, beschreibt der Beitrag Leistungsverzeichnis für die Gebäudereinigung.

Für den Betreiber bleibt eine Aufgabe, die sich nicht delegieren lässt: der Überblick über die Termine. Wer wann welchen Filter gewechselt hat, wann die letzte Hygieneinspektion war und welcher Befund offen ist, gehört an eine Stelle. Eine einfache Liste reicht dafür, solange sie tatsächlich geführt wird.

Häufige Fragen zur Lüftungsreinigung

Was schreibt die VDI 6022 vor?+
Sie ist die zentrale Richtlinie für die Hygiene in Raumlufttechnischen Anlagen und verlangt regelmäßige Hygienekontrollen sowie eine Hygieneinspektion alle zwei Jahre bei Anlagen mit Befeuchtung und alle drei Jahre ohne. Dazu kommen Vorgaben zu Filterwechseln, zur Zugänglichkeit der Bauteile und zur Qualifikation des Personals. Verantwortlich bleibt der Betreiber, auch wenn er die Arbeiten vergibt.
Wie oft müssen die Filter gewechselt werden?+
Die erste Filterstufe spätestens nach zwölf Monaten, eine zweite spätestens nach 24 Monaten. Das sind Obergrenzen. Entscheidend ist die Beladung: Standort an einer Hauptstraße, Baustelle in der Nachbarschaft oder starke Pollensaison ziehen den Wechsel vor. Steigender Differenzdruck ist das verlässlichere Signal als der Kalender.
Was hat die Lüftungsanlage mit dem Krankenstand zu tun?+
Über Luftqualität und Luftfeuchte. Das Umweltbundesamt bewertet Kohlendioxidwerte unter 1000 ppm als hygienisch unbedenklich, 1000 bis 2000 ppm als auffällig. Eine zugesetzte Anlage schafft die nötige Frischluftmenge nicht mehr. Dazu kommt die trockene Luft in der Heizperiode, die Schleimhäute anfälliger macht.
Wer darf die Lüftungsgitter im Büro reinigen?+
Die sichtbaren Gitter im Raum und ihre Umgebung gehören zur Unterhaltsreinigung, solange sie ohne Eingriff in die Anlage erreichbar sind. Alles hinter dem Gitter, also Kanäle, Filterkammern, Wärmetauscher und Ventilatoren, macht ein Fachbetrieb mit Qualifikation nach VDI 6022. Diese Trennung gehört in den Reinigungsvertrag.
Woran erkennt man, dass die Anlage gereinigt werden muss?+
An fünf Signalen ohne Messgerät: muffiger Geruch beim Anlaufen am Morgen, dunkle Staubfahnen an der Decke um die Auslässe, spürbar nachlassende Luftmenge, häufige Klagen über stickige Luft am Nachmittag und sichtbarer Belag auf den Lamellen. Jedes davon ist ein Anlass zu prüfen, statt auf den nächsten Kalendertermin zu warten.

Jetzt Angebot für Ihr Büro anfragen

Glanz & Glimmer übernimmt den Teil der Anlage, der im Raum sichtbar ist, und sagt klar, wo die Zuständigkeit des Fachbetriebs beginnt. Bei der Besichtigung schauen wir uns an, wie viele Auslässe im Objekt liegen, wie sie erreichbar sind und in welchem Turnus sie sinnvoll in den Reinigungsplan gehören.

Gitter und Auslässe im Plan

Zuluft, Abluft und Überströmöffnungen stehen mit eigenem Intervall im Reinigungsplan, statt als Nebensache mitzulaufen.

Feucht statt trocken abgestaubt

Der Belag wird gebunden und aufgenommen, nicht in den Raum zurückgewirbelt. Die Deckenfläche rund um die Auslässe machen wir mit.

Klare Trennlinie zum Fachbetrieb

Wir arbeiten bis zum Gitter und nicht dahinter. Was wir dabei an Auffälligkeiten sehen, melden wir Ihnen schriftlich.

Periodisches mit eigener Zeile

Glas, Heizkörper, Jalousien und Lüftungsgitter bekommen jeweils ein eigenes Intervall, damit nichts zum Zusatzauftrag wird.

Vollständig versichert

Betriebshaftpflicht inklusive, Nachweis auf Anfrage vor der Beauftragung. Seit der Gründung 2023 in Niederbayern tätig.

Antwort in 30 Minuten

Anfrage gestellt, Rückmeldung erhalten: In der Regel melden wir uns innerhalb von 30 Minuten zurück.

Ob als Teil der laufenden Büroreinigung oder im Rahmen eines Vertrags zur Unterhaltsreinigung: Der Leistungsumfang steht vorher schriftlich fest, den Preis nennen wir als Festpreis nach einer kurzen Besichtigung.

Kostenloses Angebot für Ihre Büroreinigung anfordern

Glanz & Glimmer nimmt Lüftungsgitter, Auslässe und Deckenbereiche mit festem Intervall in den Reinigungsplan auf – in Deggendorf, Plattling, Osterhofen und ganz Niederbayern. Festpreis nach kurzer Besichtigung, Antwort in der Regel innerhalb von 30 Minuten.

+49 176 43156773
VersichertFestpreisAntwort in 30 Min

Georgios Tsachidis

Gründer & Geschäftsführer, Glanz & Glimmer GbR

Als Gründer von Glanz & Glimmer verfügt Georgios über umfassende Erfahrung in der professionellen Gebäudereinigung in Deggendorf. Mit seinem Team betreut er Privat- und Geschäftskunden in Niederbayern und ganz Bayern.

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